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Landesverband Niedersachen-Bremen der DFG-VK

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(überhaupt nicht vollständig – aber ein kleiner Überblick über unsere Positionen und Aktivitäten. Als DFG-VK oder als Teil der Friedensbewegung)

2. WELTKRIEG, JAPAN 1945

Am 6. August 1945 wurde Hiroshima, am 9. August 1945 Nagasaki von amerikanischen Atombomben zerstört. In jedem Jahr gedenken wir der Opfer!

Historische Quellen belegen: Der Abwurf der Atombomben war auf Städte in Deutschland geplant. Durch die Kapitulation blieben wir Deutschen davon verschont. Japan aber war lange bereit zur Kapitulation. Die Behauptung, der Krieg sei durch die Bomben verkürzt worden, war Propaganda. In Hiroshima am 6. August 1945 und in Nagasaki am 9. August 1945 wurden Zivilisten und Kriegsgefangene sinnlos und verbrecherisch getötet! Japan war schon vorher zur Kapitulation bereit! Die Abwürfe über Japan war der Beginn eine langen Reihe der Erprobung atomarer Waffen ohne jede Rücksicht auf Leben und Umwelt!

„Die Bombe aus hochangereichertem Uran, die am 6. August 1945 über Hiroshima detonierte, hatte die Sprengkraft von 15.000 Tonnen TNT. Etwa 70 Prozent aller Häuser wurden verbrannt und dem Erdboden gleichgemacht. 140.000 Menschen starben bis Ende des Jahres 1945. Unter den Überlebenden häuften sich Krebserkrankungen und andere chronische Krankheiten.

Eine etwas größere Plutoniumbombe explodierte drei Tage später über Nagasaki. Sie machte 6,7 Quadratkilometer der Stadt dem Erdboden gleich und tötete bis Ende des Jahres 1945 74.000 Menschen. Die Temperatur der Erdoberfläche erreichte 4000°C und radioaktiver Regen ging nieder….

In Hiroshima wurden 90 Prozent der Ärzt*innen bzw. des Krankenpflegepersonals getötet. 42 der 45 Krankenhäuser waren funktionsunfähig. 70 Prozent der Opfer hatten mehrfache Verletzungen, in den meisten Fällen schwere Verbrennungen. Alle Betten für Brandverletzte dieser Welt hätten für die Behandlung der Überlebenden eines einzigen Atombombenabwurfs über einer Stadt nicht ausgereicht. In Hiroshima und Nagasaki mussten die meisten Opfer ohne Hilfe, die ihr Leiden hätte mildern können, sterben. Einige der Menschen, die nach den Bombenabwürfen zur Hilfe in die Stadt kamen, starben ebenfalls durch Radioaktivität. ..

Die Häufigkeit von Leukämie unter den Überlebenden stieg fünf bis sechs Jahre nach den Bombenabwürfen signifikant an und etwa ein Jahrzehnt später erkrankten Überlebende überdurchschnittlich häufig an Schilddrüsen-, Brust-, Lungen- und anderem Krebs.  Das Risiko für solide Tumore wächst während der gesamten Lebensspanne von Überlebenden kontinuierlich – sogar bis heute, fast sieben Jahrzehnte nach den Bombenabwürfen. Schwangere Frauen, die die Abwürfe überlebt haben, wiesen eine größere Rate von Fehlgeburten und Kindersterblichkeit auf. Kinder, die im Bauch der Mutter radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit für geistige Behinderungen und eingeschränktes Wachstum sowie ein höheres Risiko, an Krebs zu erkranken.“

(aus einem Text von ICAN Deutschland e.V., dem deutschen Zweig der International Campaign to Abolish Nuclear weapons) 

trotz Hiroshima / Nagasaki: Atomwaffen in Deutschland

In Deutschland liegen schon seit langem amerikanische Atombomben, wahrscheinlich etwa 20, und Deutsche Piloten üben für den Ernstfall in Büchel den Abwurf. Es handelt sich bisher um sogenannte Frei-Fall Bomben. Für größere Zielgenauigkeit sollen diese allerdings mit einer Art Lenksystem versehen werden bzw. schon ausgerüstet worden sein. Das erniedrigt m.E. die Einsatz-Schwelle erheblich. Am 22. Januar 2021 wurde der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) zu internationalem Völkerrecht. Er verbietet, völkerrechtlich verbindlich, allen beigetretenen Staaten die Herstellung, Weitergabe, Stationierung und Drohung sowie den Einsatz von Atomwaffen, er wurde von 96 Regierungen unterzeichnet. Nicht dabei: Deutschland. Nach einer Unterzeichnung muss ein Staat binnen 90 Tagen alle Atomwaffen abziehen lassen. Der AVV bietet den Teilhabestaaten einen Weg, aus ihrer Ko-Abhängigkeit zu kommen. Obwohl Mitunterzeichner, übernimmt Russland Mitte 2023 von den USA die Praxis der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ mit dem Plan, Atomwaffen im Nachbarland Belarus zu stationieren und belarussische Soldaten auszubilden und einzusetzen. Belarus ist somit der sechste nukleare „Teilhabestaat“ – auf English „host state“. Bei der NATO sind es Belgien, Deutschland, Italien, die Niederlande und die Türkei, die amerikanische Atombomben lagern. Polen hat sich Stationierungsort für die US-Atombomben an, so zum Beispiel als sich der Bundestag mit der Rechtmäßigkeit der Stationierung von Atomwaffen in Deutschland beschäftigte. Die Zahl der US-Atomwaffen in Europa wird heute auf ca. 150 geschätzt, insbesondere B61-Wasserstoffbomben. Mit der gerade stattfindenden Stationierung der neuen B61-12 r-Bomber reduziert sich diese Zahl wahrscheinlich noch einmal auf 100.

Weitere Informationen über „Nukleare Teilhabe“ und Proteste: www.atomwaffenfrei.de IPPNW Deutschland
Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Ihr Ziel ist der Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag. 
 

Woran erinnern wir am Antikriegstag, dem 1. September?

  • Der Antikriegstag erinnert an den Beginn des 2. Weltkriegs mit dem Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939. Adolf Hitler rechtfertigte unter Beifall des zusammengetretenen Reichstags den Krieg mit einem angeblichen polnischen Angriff auf den Sender Gleiwitz in Schlesien. Jetzt schieße man „zurück“. Doch der Angriff war zur Rechtfertigung des Angriffs von der SS inszeniert. Geplant war er schon lange. Insgesamt starben im 2. Weltkrieg weltweit mehr als 70 Millionen Menschen, rund 3,5 % der Weltbevölkerung. Davon waren 24 Millionen sowjetische Bürger.
  • Berichte / Videos über die Veranstaltungen zum Antikriegstag zum 1. September findet ihr im Netz – z.B. bei youtube

(und einige alte) VERANSTALTUNGEN FÜR DEN FRIEDEN

In der Herzkammer des deutsche Militarismus: Demo in Munster – 13.5.2023

Demo für den Weltfrieden — Munster/Bahnhof — 13:00h

Flyer_Demo-13.5.23_MunsterHerunterladen

Norddeutsches Friedensbündnis ruft auf zur Demo in die Herzkammer des deutschen Militarismus!

Am 8. Mai feiern wir den Tag der Befreiung vom Faschismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Das Potsdamer Abkommen sah eine vollständige Denazifizierung, Demilitarisierung, Demokratisierung und Dezentralisierung Deutschlands vor, was später im Grundgesetz mit seinem Friedensgebot verankert wurde. So sollte die Einheit von „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ realisiert werden.

Doch die Realität sieht heute anders aus. Die enorme Militarisierung Deutschlands ist auch im Norden greifbar – und stößt auf unseren Widerstand.

Munster ist der größte Bundeswehr-Heeresstandort und hat gleich eine ganze Reihe von Kasernen. In der Panzertruppenschule werden ukrainische Soldaten am „Leopard“ und anderem mörderischen Gerät ausgebildet. Was das „Wehrwissenschaftliche Institut“ für ABC (Atomwaffen/Biologische/Chemische Waffen)-Schutz macht, bleibt meist verborgen. Das Panzermuseum und ein Denkmal für die oft besungene „Lili Marleen“ sollen Touristen locken. Militärkirchengemeinden, Feldjäger, Kneipen, Militaria-Läden – es fehlt an nichts!

Munster liegt inmitten der am stärksten militarisierten Region Deutschlands, zwischen Hamburg – Bremen – Hannover. Nicht weit entfernt in Unterlüß baut „Rheinmetall“ die neuesten Panzerwaffen. Die Fliegerhorste in Faßberg und Celle-Wietzenbruch sind nebenan. Munster grenzt mit zwei Truppenübungsplätzen beinahe an Europas größten Kriegs-Übungsplatz zwischen Bergen und Bad Fallingbostel. Rund um diesen Truppenübungsplatz ist militärische Verbrechensgeschichte u.a. durch drei Friedhöfe mit 50.000 ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen sichtbar. Mehrere Rüstungsbetriebe in der Nähe haben tote Zwangsarbeitende verscharrt.

VVN/BdA, ver.di und DGB fordern, das ehemalige Entlausungsgebäude des Kriegsgefangenenlagers Oerbke der Bundeswehr zu entziehen, um dort an die Wehrnachtsverbrechen an den Gefangenen zu erinnern.

Die Menschen in den bewohnten Dörfern dieses Truppenübungsplatzes haben keine kommunalen Rechte. Die sogenannten „Gemeindefreien Bezirke“ unterstehen dem Bundesfinanzministerium. Deren Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der hier nahezu jeder Krümel Erde und jeder Stein gehört, lässt leerstehende Häuser lieber verkommen und abreißen, als sie zu vermieten. Jahrelang haben Bürgerinitiativen und ver.di für den Erhalt des ehemaligen großen Gasthofs „Wünninghof“ in Ostenholz gekämpft. Mit dessen Abriss demonstrierte die BImA ihre Macht – im Interesse der Bundeswehr.

ver.di-Bundeskongress und DGB-Konferenz Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt fordern für den riesigen Truppenübungsplatz Bergen eine neue sozial-ökologische, nicht-militärische Wirtschaftsstruktur und die „Initiative Biosphärengebiet“ entwickelte ein Konzept mit vielen zivilen Arbeitsplätzen. Stattdessen sollen jetzt im Rahmen der Bundeswehr-Hochrüstung zwei neue Panzerbataillone in Oerbke/Bad Fallingbostel stationiert werden. Walsrode nebenan bekommt zum Munitionsdepot nun die bundeseigene Firma „BW Bekleidungsmanagement GmbH“.

Nazis und RassistInnen sind von der Demonstration ausgeschlossen. / Nationalfahnen – Nein Danke.

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